VOERST CLASS AKTUELL

Wer von Kapstadt zur Gardenroute aufbricht (oder auch umgekehrt) sollte einen zweitägigen Zwischenstopp in Hermanus einbauen. Die Stadt ist dafür bekannt, dass Wale bis an die Küste der Walker-Bucht heranschwimmen – man kann sie also sogar vom Ufer aus beobachten! Je nach Unterkunft übrigens sogar vom eigenen Balkon aus (wir durften das im Abalone Guesthouse erleben)

Nichtsdestoweniger ist eine Wal-Beobachtungstour mit dem Schiff ein absolutes „muss“ und ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Wir haben die Tour am frühen Morgen gemacht, vor allem anfangs war es sehr sehr kalt auf dem Schiff. Durch das schöne Morgenlicht und die Wale, die lange um uns herumgeschwommen sind, wurden wir dafür jedoch mehr als entschädigt.

Sonnenaufgang über der Walkerbucht
Der Hafen früh am Morgen
Southern Right Whale ganz nah am Boot
04 Southern Right Whale

Vor Hermanus leben vor allem die „southern right whales“, auf Deutsch „Südkapper“ oder „Südlicher Glattwal“. Diese Wale werden bis zu 18 Meter lang und erreichen ein Gewicht von bis zu 80 Tonnen. Ein besonderes Merkmal sind helle Hautwucherungen, die bei jedem Wal individuell sind und anhand derer man sie auch unterscheiden und wiedererkennen kann. Bis 1935 wurden die Südkapper intensiv bejagt und dadurch auch ihr Bestand stark gefährdet.

Den Namen „southern right whales“ haben sie übrigens von den Walfängern bekommen: Im Gegensatz zu anderen Walen schwammen die Südkapper nämlich an der Wasseroberfläche nachdem sie erlegt wurden, die Beute ging den Jägern also nicht so einfach verloren. Daher waren diese die „richtigen“ Wale – was letztendlich dazu beitrug, dass sie umso mehr bejagt wurden. Seit 1935 sind sie jedoch geschützt und der Bestand erholt sich seither. Was uns umso mehr erfreut, weil wir diese beeindruckenden Tiere nun an der Küste beobachten können.

Blick aus dem Bad Zimmer im Abalone Guesthouse
Zimmer im Abalone Guesthouse
Auf dem Klippenpfad
Kleine Badebucht mit sehr kaltem Wasser

Hermanus bietet neben den Walen auch einen wunderschönen Klippenpfad, auf dem man von den Vororten bis ins Zentrum in einer knappen Stunde gemütlich spazieren kann. Dort gibt es mehrere Galerien und kleine Geschäfte und einen Marktplatz mit Verkaufsständen, an denen Einheimische schöne, meist handgefertigte Souvenirs anbieten. Wir haben uns von einem Wal aus türkisfarbenen Glasperlen verführen lassen, er ziert jetzt unser Bad als Andenken an einen wunderbaren Aufenthalt in Hermanus. Auch Cafés und Restaurants fehlen nicht.

Restaurant auf den Klippen
Stadtzentrum von Hermanus
Restaurant Fishermans Cottage
Ein Platz an der Sonne

Etwas abseits des Zentrums mit direktem Blick auf die Bucht liegt das berühmte Hotel The Marine, eine betagte Lady aus der Kolonialzeit in moderner zeitloser Eleganz. Die Zimmer sind modern und bieten alle Annehmlichkeiten, die man von einem 5-Sterne-Hotel erwartet. Die gesamte Inneneinrichtung ist sehr stilvoll und einladend und der Kaffee auf der kleinen Terrasse ein Genuss. Hier stimmt alles bis ins kleinste Detail – der Keks zum Kaffee war in Wal-Form (und sehr lecker).

Glasperlenkunst – einer davon wohnt jetzt in Berlin
Skulpturen im Stadtzentrum
Auf der Terrasse des 'The Marine'
Kaffee mit Keks im 'The Marine'
Kunst vor dem 'The Marine'

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